Abfindung - Berücksichtigung beim Unterhalt  

Eine Abfindung wird wie Lohn behandelt. Aus einer Abfindung muss Unterhalt gezahlt werden.

Verteilung der Abfindung über längeren Zeitraum

Eine Abfindung wird grundsätzlich genauso behandelt wie Arbeitslohn. Lässt sich also ein Arbeitnehmer eine Abfindung auszahlen und verzichtet auf seinen Arbeitsplatz, dann kann er nicht einfach hergehen und den Personen gegenüber, denen er  unterhaltsverpflichtet ist, einwenden, nun verdiene eher weniger und können deshalb auch nur weniger Unterhalt bezahlen. Er muss seine Abfindung dafür einsetzen, wenigstens für eine gewisse Zeit seinen bisherigen Lebensstandard aufrecht zu erhalten und weiter den bisherigen Unterhalt zu leisten.

Beispiel: Der Arbeitnehmer hat bislang 2000,00 € netto verdient. Jetzt lässt er sich abfinden, bekommt eine Abfindung von 8000,00 € und bezieht nur noch ein Arbeitslosengeld von 1200,00 €. Unterhaltsrechtlich muss er sich so behandeln lassen, wie wenn er aus seiner Abfindung jeden Monat 800 € herausnehmen würde. Er muss so lange, also für 10 Monate weiter vollen Unterhalt zahlen, wie die Abfindung ausreicht, um das jetzige Einkommen auf den bisherigen Lebensstandard aufzustocken.

 


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