Kindesunterhalt - eigene Einkünfte des Kindes  

Häufig haben auch Minderjährige eigene Einkünfte, z.B. dann, wenn sie nach absolvierter Hauptschule eine Ausbildung beginnen und ein Ausbildungs-Gehalt bekommen.

Solange der Azubi minderjährig ist, kann in dieses Einkommen nur zur Hälfte auf seinen Unterhalt angerechnet werden. Zuvor darf er sich noch eine Pauschale von 90,00 € für seine ausbildungsbedingten Aufwendungen abziehen.

Beispiel: der Vater des Azubi muss nach der Düsseldorfer Tabelle 450,00 € Unterhalt monatlich bezahlen. Der Azubi bekommt ein monatliches Gehalt von 400,00 €. Anrechenbar sind 400,00 -90,00 ist gleich 310,00, hiervon 1/2 ist gleich 155,00. Der Vater muss dann noch 295,00 € Unterhalt zahlen.

Anders bei Ferienjobs von Schülern und Studenten

Etwas anderes gilt bei Schülern und Studenten, die neben der Ausbildung nebenbei arbeiten. Die Gerichte gehen davon aus, dass eine Schulausbildung beziehungsweise ein Studium ein Fulltime-Job ist und dass die verbleibende Freizeit und auch die vorlesungsfreie Zeit der Erholung dienen soll. Arbeitet der Schüler oder Student trotzdem abends, am Wochenende oder in den Ferien, dann ist diese Tätigkeit "überpflichtgemäß", und der Verdienst aus dem Nebenjob wird von den Gerichten entweder nur teilweise oder gar nicht angerechnet.

Weitere Infos:
Kindesunterhalt
Hier finden Sie alles Wesentliche zum Thema Unterhalt
Hier finden Sie unseren Ratgeber Scheidung

 


© Foto: www.pixelio.de