Kindesunterhalt - Verwirkung  

Bei der der ob Kindesunterhalt verwirkt werden kann, muss zwischen den Kindesunterhalt für minderjährige Kinder und den Kindesunterhalt für volljährige Kinder unterschieden werden.

Keine Verwirkung bei minderjährigen Kindern

Minderjährige Kinder können ihren Unterhaltsanspruch grundsätzlich nicht verwirken. Auch wenn das Kind noch so aus der Reihe tanzt, in der Schule völlig abfällt, frühzeitig straffällig oder gar drogensüchtig wird, bleibt der Unterhaltsanspruch grundsätzlich bis zum Eintritt der Volljährigkeit bestehen. Kommt das minderjährige Kind kurz vor der Volljährigkeit zur Vernunft und entschließt sich, ab diesem Zeitpunkt seiner Schule konsequent fortzuführen, dann können ihm die "Ausreißer" aus der Zeit der Minderjährigkeit nicht vorgehalten werden.

 

Verwirkung bei volljährigen Kindern

Etwas Anderes gilt für volljährige Kinder. Ein volljähriges Kind kann seinen Unterhaltsanspruch verwirken, wenn es durch eigenes sittliches Verschulden bedürftig wurde (z.B. Trunksucht, Drogensucht, nicht aber zum Beispiel durch die Geburt eines nicht ehelichen Kindes). Es kann seinen Unterhaltsanspruch auch verwirken, wenn es seine eigene Unterhaltspflicht gegenüber dem Unterhaltspflichtigen gröblich vernachlässigt hatte (Ein Fall, der eher selten vorkommt) oder wenn es vorsätzlich eine schwere Verfehlung gegen den Unterhaltspflichtigen oder einen Angehörigen begangen hat. Dass können schwerwiegende Beleidigungen, tätlich Angriffe und insbesondere ein Prozessbetrug (Verschweigen eigener Einkünfte im Unterhaltsverfahren) sein.

Meidet das unterhaltsberechtigte Kind bewusst jeden Kontakt zum Unterhaltspflichtigen, reicht das aber noch nicht aus, ebenso nicht reine im Höflichkeiten.

Weitere Infos:
Grundsätzlích zum Kindesunterhalt
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