Leistungsfähigkeit - nur der Solvente muss zahlen.  

Maßgeblich für die Leistungsfähigkeit für die Zahlung von Unterhalt sindEinkommen und Vermögen des Zahlungspflichtigen.

Leistungsfähigkeit und Einkommen

Ob jemand leistungsfähig ist, hängt in erster Linie von seinem Einkommen ab. Wer nicht arbeitet, obwohl er könnte, oder wer nicht genug arbeitet, obwohl er mehr könnte, der muss sich ein fiktives Einkommen zurechnen lassen, aus dem dann der zu zahlende Unterhalt errechnet wird. Mehr zum Einkommen.

Leistungsfähigkeit und Vermögen

Außerdem kann der, der Unterhalt zahlen muss, auch verpflichtet sein, sein Vermögen zu verwerten, um seinen Unterhaltspflichten nachzukommen. Mehr zum Thema Vermögen bei Unterhalt.

Ober- und Untergrenzen der Leistungsfähigkeit

Für den Ehegattenunterhalt gelten bei der Leisungsfähigkeit aber nach oben und unten Grenzen:

Grenze nach oben: die eheliche Lebensverhältnisse.
Niemand muss seinem getrennt lebenden oder geschiedenen Ehegatten mehr zahlen, als es dem Lebensstil entspräche, den das Paar in der intakten Ehe geführt hat. Der Unterhalt richtet sich der Höhe nach also nach den ehelichen Lebensverhältnissen. Die sind die Obergrenze, und die ist auch einzuhalten, wenn derjenige, der Unterhalt zahlen muss, wesentlich mehr zahlen könnte, weil er inzwischen erheblich besser verdient. Mehr zum Thema Eheliche Lebensverhältnisse.

Grenze nach unten: der Selbstbehalt
Auch dem, der Unterhalt zahlt, muss wenigstens das Notwendige zum Leben bleiben. Dieses Notwendige darf er für sich selbst behalten, und deshalb heißt dieses Minium auch Selbstbehalt.
Dabei ist notwendig aber nicht gleich notwendig: Für minderjährige Kinder muss man sich stärker krummlegen als für volljährige oder für Ehefrauen. Wer arbeitet, darf sich mehr behalten als der, der keine Arbeit hat.

Weitere Infos:
Hier finden Sie alles Wesentliche zum Thema Unterhalt
Hier finden Sie unseren Ratgeber Scheidung


© Foto: www.pixelio.de