Unterhalt - ist das Einkommen des neuen Partners mitzuberücksichtigen?  

Beim unterhaltsberechtigten Ehegatten spielt das Einkommen des neuen Partners grundsätzlich keine Rolle. Sein Unterhalt wird ohne Berücksichtigung dieses Einkommens berechnet.

Verwirkung des Anspruchs bei dauerhafter Partnerschaft

Erweist sich allerdings die Partnerschaft als dauerhaft und dauert sie insbesondere länger als zwei Jahre, kann es sein, dass der Unterhalt aus diesem Grund wegfällt. Ist der Unterhaltsberechtigte erst einmal wieder verheiratet, stellt sich die Frage sowieso nicht mehr. Dann fällt von Gesetzes wegen sein Unterhalt weg.

Auch beim Unterhaltsverpflichteten Ehegatten spielt das Einkommen des neuen Partners grundsätzlich keine Rolle, solange die Ehe noch nicht geschieden und der Unterhaltspflichtige mit seinem neuen Partner nicht verheiratet ist. Ist das aber der Fall, dann wird das Gehalt des neuen Ehepartners mit eingerechnet.

Beim Pflichtigen Anrechnung des Partner-Einkommens

Ein Beispiel: die Eheleute sind geschieden. Die geschiedene Ehefrau bekommt aus Gesundheitsgründen noch Unterhalt. Der geschiedene Ehemann verdient monatlich netto Euro 2000,00. Er ist wieder verheiratet und seine Frau verdient monatlich netto Euro 1000,00. Die geschiedene Ehefrau kommt auf monatlich netto 600,00. Zur Ermittlung des Unterhaltsanspruchs der geschiedenen Ehefrau werden alle drei Gehälter zusammengerechnet. Es ergibt sich ein Betrag von Euro 3600,00.1/3 davon steht der geschiedenen Ehefrau zu, das sind Euro 1200,00. Damit hat sie einen Unterhaltsanspruch in Höhe von Euro 600,00 (Beispiel vereinfacht ohne jede Abzüge für berufsbedingte oder sonstige Aufwendungen und ohne Erwerbstätigen-Bonus).

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