Unterhalt - Neue Ehe: was ändert sich ?  

Das hängt davon ab, welcher de beiden geschiedenen Partner wieder heiratet.

Neue Ehe des Unterhaltsberechtigten

Heiratet der unterhaltsberechtigte Partner wieder, fällt sein Unterhaltsanspruch von Gesetzes wegen weg.

Neue Ehe des Unterhaltspflichtigen

Heiratet der unterhaltspflichtige Ehegatte wieder, wird das Einkommen seines neuen Ehegatten in die Unterhaltsberechnung mit eingerechnet.

Ein Beispiel: die Eheleute sind geschieden. Die geschiedene Ehefrau bekommt aus Gesundheitsgründen noch Unterhalt. Der geschiedene Ehemann verdient monatlich netto Euro 2000,00. Er ist wieder verheiratet und seine Frau verdient monatlich netto Euro 1000,00. Die geschiedene Ehefrau kommt auf monatlich netto 600,00 eigenes Einkommen. Zur Ermittlung des Unterhaltsanspruchs der geschiedenen Ehefrau werden alle drei Gehälter zusammengerechnet. Es ergibt sich ein Betrag von Euro 3600,00. 1/3 davon steht der geschiedenen Ehefrau zu, das sind Euro 1200,00. Damit hat sie einen Unterhaltsanspruch in Höhe von Euro 600,00 (Beispiel vereinfacht ohne jede Abzüge für berufsbedingte oder sonstige Aufwendungen und ohne Erwerbstätigen-Bonus).

 


© Foto: www.pixelio.de