Unterhalt - Selbstbehalt des Pflichtigen  

Dem Unterhalts-Pflichtigen steht der sog. Selbstbehalt zu. Denn auch ihm muss natürlich das Notwendige zum Leben verbleiben. Er kann nicht dazu verpflichtet werden, alles für die Unterhaltsberechtigten herzugeben; denn es bringt ja bekanntlich nichts, die Kuh zu schlachten, die man melken will.

Deshalb ( und auch im Hinblick auf die öffentlichen Kassen, denn wer Unterhalt zahlt, soll ja nicht selbst Sozialhilfeempfänger werden, sonst würde ja der Staat letztlich den Unterhalt zahlen) darf der Unterhaltspflichtige sich für seine Bedürfnisse einen sog. Selbstbehalt einbehalten, der nur in Ausnahmefällen unterschritten werden darf, und der unterschiedich hoch ist, je nachdem, wer Unterhalt fordert.

Höhe des Selbstbehalts

Gegenüber den minderjährigen Kindern beträgt der Selbstbehalt 900,00 €, es sei denn, der Unterhaltspflichtigte arbeitet nicht, dann beträgt er 770,00 €.
Gegenüber getrenntlebenden und geschiedenen Ehegatten beträgt der Selbstbehalt in der Regel 1.000,00 €.
Gegenüber volljährigen Kindern beträgt der Selbstbehalt derzeit 1.100,00 €.

Siehe auch Mangelfall beim Unterhalt - Wenn das Geld nicht für alle reicht.


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