Versorgungsausgleich - Heimfallprivileg  

Was passiert eigentlich mit der Rente, wenn einer der beiden Eheleute nach der Scheidung alsbald stirbt? Ein Beispiel: Die Eheleute sind im Jahre 2005 geschieden worden. Der Ehemann musste von seiner Rente 300,00 € abgeben. Nach der Scheidung bezog die Ehefrau bis zu ihrem Tode im Jahre 2007 also 300,00 € mehr Rente. Was wird nun mit diesen 300,00 €? Bekommt sie ab dem Tod der Frau der Ehemann wieder? Oder verschwinden sie einfach in der Staatskasse?

Rückübertragung innerhalb von 36 Monaten bei Tod des Exgatten

Früher wurde der Anspruch tatsächlich von der Staatskasse geschluckt. Doch nach dem neuen, ab dem 01.09.2009 geltenden Recht kann sich der Ehegatte, der beim Versorgungsausgleich Ansprüche abgeben musste, diese Ansprüche rückübertragen lassen, solange der andere Ehegatte aus diesen Ansprüchen nicht länger als 36 Monate eine Leistung bezogen hat.

Diese Regelung gilt als auch für den Fall, dass der Ehegatte, der beim Versorgungsausgleich Ansprüche erhalten hat, stirbt, bevor er überhaupt das Rentenalter erreicht hat.

Es lohnt sich also, den Lebensweg der jeweiligen Ehegatten weiterzuverfolgen. Möglicherweise ergibt sich ein Weg, sich den durch den Versorgungsausgleich geschmälertem Rentenanspruch doch noch zu erhalten.

Grundsätzlich zum Versorgungsausgleich
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